
Swami Madhurams große Friedenstour durch Europa nahm ihren Anfang in Wien – jenem bedeutungsvollen Ort, der den Ausgangspunkt für die weltumspannende Lehrtätigkeit Vishwaguru Mahamandaleshwar Paramhans Swami Maheshwaranandaji, dem Gründer von "Yoga im täglichen Leben" bildete.
Am Sonntag hielt Sw. Madhuram einen inspirierenden Satsang im Yogazentrum “Mahaprabhuji Ashram” (Schikanedergasse 12, 1040 Wien). Dieses Zentrum nimmt einen besonderen Platz in der Geschichte von “Yoga im täglichen Leben” ein: Es ist das erste Yogazentrum, das Vishwaguru Swami Maheshwaranandaji vor über 50 Jahren im Herzen von Wien gründete und damit den Grundstein für sein Wirken in Europa legte.
Time for Peace - Konzert im Yogazentrum Guruji Ashram.
Am Montag, den 4. Mai, fand im Yogazentrum “Guruji Ashram” (Trubelgasse 19, 1030 Wien) das erste Konzert der Tour “Time for Peace – Ein Konzert für den inneren Frieden” statt.
Nada Yoga - der Yoga des Klanges
Zu Beginn erläuterte Sw. Madhuram das Konzept des Nada-Yoga: Während “Yoga” Vereinigung bedeutet, steht “Nada” für den Klang. Nada Yoga ist eine der ältesten Yoga-Traditionen und wird auch als “Yoga der Töne” bezeichnet. Es ist ein tief spiritueller Weg, der uns über Klang, sei es durch Mantras, Musik oder das Hören innerer Schwingungen, in die Stille und zur Einheit mit dem Göttlichen führt.
Besonders bewegend war seine persönliche Geschichte: Die Begegnung mit seinem Meister und der Weg von manmukhi (dem nach außen gerichteten Geist) zu gurumukhi (dem nach innen, zu unserem wahren Selbst) gerichteten Bewusstsein. “Immer, wenn wir im Außen verloren gehen, sind wir manmukhi. Immer, wenn wir nach innen lauschen, sind wir auf dem Weg zu gurumukhi.”
Mit vier meditativen Stücken nahm er uns mit auf eine Reise nach innen. Zwischen den Klängen erklärte er ihre Ursprünge und kulturellen Hintergründe. Diese Musik schenkte uns einen Raum, um für eine Weile aus der äußeren Welt auszusteigen, das Herz zu öffnen und in eine tiefe Verbindung zu kommen.
*Japan: Den Anfang machte die traditionelle Bambuslangflöte der Zen-Mönche. Ihre Klänge dienten der Einstimmung, um das “Feld des Geistes” auf die Stille und Kontemplation vorzubereiten.
*Indien: Es folgten zwei Ragas auf der indischen Bambusflöte. Diese sollten den “Samen” der spirituellen Sehnsucht nach Einheit mit unserem wahren Selbst aussäen.
*Nepal: Den Abschluss bildete ein fröhliches Lied auf einer nepalesischen Flöte. Es vermittelte die Lebensfreude der Menschen in ihrem einfachen Dasein im Einklang mit der Natur und versetzte die Zuhörer in die Klarheit und Reinheit des Himalayas.
Durch seine Musik und seine eigene, tief in sich ruhende Ausstrahlung schuf Sw. Madhuram eine meditative Ruhe und friedvolle Stimmung im Raum und in unserem Inneren.
Nach einem gemeinsamen Mantra und einem Gebet für den Frieden und das Wohlergehen aller Lebewesen klang dieser besondere Abend voller Klang, Hingabe und innerer Berührung bei einem vegetarischen Essen in gemütlicher Runde aus.